Landtagspräsident André Kuper und Markus Höner zu Gast beim Aufklärungsbataillon 7
Ahlener Aufklärer leisten wichtigen Beitrag zur Landes- und Bündnisverteidigung
Die veränderte Sicherheitslage in Europa stellt die Bundeswehr vor wachsende Herausforderungen. Über die Rolle des Aufklärungsbataillons 7 informierten sich Landtagspräsident André Kuper und der heimische Landtagsabgeordnete Markus Höner bei einem Besuch in der Westfalen-Kaserne in Ahlen. Mit Bataillonskommandeur Oberstleutnant Jörn Ove Kutscher sprachen sie über die Fähigkeiten des Bataillons, den Einsatz an der NATO-Ostflanke und die weitere Entwicklung des Standortes. An dem Gespräch nahm auch Thomas Kras, Vorsitzender des Freundeskreises Ahlener Soldaten, teil.
Zu den Aufgaben des Aufklärungsbataillons 7 gehören die Spähaufklärung am Boden und die unbemannte abbildende Aufklärung aus der Luft. Die Soldaten nutzen dafür unter anderem Fahrzeuge, Drohnen und Radar. Die so gewonnenen Informationen werden ausgewertet und zu einem aktuellen und umfassenden Lagebild für die übergeordnete Führung zusammengeführt. Diese Fähigkeiten werden sowohl in nationalen als auch in multinationalen Einsatzszenarien genutzt.
Einsatz an der NATO-Ostflanke
Ein weiteres Thema war die Bündnisverteidigung an der NATO-Ostflanke. Das Aufklärungsbataillon 7 aus Ahlen war bereits an multinationalen Übungen in Litauen beteiligt. Dort wird derzeit die Panzerbrigade 45 „Litauen“ aufgebaut, die dauerhaft im Baltikum stationiert ist und bis Ende 2027 voll einsatzbereit sein soll.
Weiterentwicklung der Westfalen-Kaserne
Das Aufklärungsbataillon 7 in Ahlen befindet sich im Aufwuchs. Aktuell sind in der Westfalen-Kaserne fünf Kompanien mit insgesamt rund 1.100 Mitarbeitenden sowie Soldatinnen und Soldaten stationiert. Durch den Aufbau der Aufklärungskompanie 45 und den neuen Wehrdienst soll diese Zahl auf bis zu 1.600 steigen.
Mit dieser Entwicklung wachsen auch die Anforderungen an die Infrastruktur und die Ausstattung der Westfalen-Kaserne. Kuper und Höner erkundigten sich darüber, welche Voraussetzungen am Standort geschaffen werden müssen, damit das Bataillon seine Aufgaben auch künftig erfüllen kann.
„Die veränderte Sicherheitslage verlangt eine leistungsfähige Bundeswehr. Dafür braucht es eine moderne Ausstattung und eine verlässliche Infrastruktur. Das Aufklärungsbataillon 7 zeigt, welche militärische Kompetenz wir in Ahlen haben“, betonte Markus Höner.
„Unser Ziel im AufklBtl 7 ist klar: volle Einsatzbereitschaft und Zukunftsfähigkeit – damit wir dann, wenn es darauf ankommt, heute wie morgen wirksam abschrecken und den Frieden wahren können. Der wertvolle Austausch zwischen Politik, Bundeswehr und Gesellschaft ist dabei ein elementarer Baustein. Die dabei hier am Standort gelebte gesellschaftliche Unterstützung, die kann und muss uns ermutigen und bestärken, dass wir in Streitkräften und in Politik heute erst recht ein Mindset des „Schaffen-Wollens“ und des „Schaffen-Könnens“ entwickeln. Denn scheitern dürfen wir nicht – es geht um nichts Geringeres als den Schutz unseres Landes, unseres Bündnisses und unserer Freiheit frei zu sein“, so Oberstleutnant Kutscher.
Enge Verbindung mit der Bevölkerung
Thomas Kras und der Freundeskreis Ahlener Soldaten setzen sich seit vielen Jahren für die enge Verbindung zwischen der Bundeswehr, der Stadt Ahlen und den Menschen in der Region ein. Kuper und Höner dankten Oberstleutnant Jörn Ove Kutscher und den Soldaten des Aufklärungsbataillons 7 für das offene Gespräch und ihren verantwortungsvollen Dienst.